27. November 2019

Der Hautarzt im Smartphone

Das Universitätsspital Basel bietet neu online eine Dermatologie-Sprechstunde an. Der Patient schiesst dazu ein Bild von seiner Hautveränderung, füllt einen Fragebogen aus und bezahlt per Kreditkarte für die Dienstleistung.

 

Ab sofort können sich Patienten mit www.hautproblem.ch Hautproblemen über ihr Smartphone unter vom Team der Dermatologie des Universitätsspitals Basel beraten lassen. Das Universitätsspital Basel ist das erste Spital in der Schweiz, das eine dermatologische Online-Sprechstunde anbietet. In Kooperation mit dem Start-Up derma2go AG erhalten Patienten werktags innert 24 Stunden eine dermatologische Fachmeinung. Die Dienstleistung der dermatologischen Klinik kostet 75 Franken, die von den Patientinnen und Patienten selbst bezahlt werden.

Die Wartezeit für einen Termin beim Hautarzt beträgt oft mehrere Wochen. Das ist sowohl für Patienten als auch die betreuenden Ärzte frustrierend. Das Universitätsspital bietet seit dieser Woche in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Startup derma2go AG eine Online-Sprechstunde für Hautbeschwerden an. Professor Alexander Navarini, seit November 2018 Chefarzt in der Klinik für Dermatologie am USB, war mit anderen Dermatologen aus Zürich Mitgründer des Startups. Für ihn ist die Dermatologie prädestiniert für ein solches Online-Angebot, vorausgesetzt der Datenschutz ist gewährleistet. Dieser wird beim Angebot des USB durch eine Zwei-Faktor-Authentifikation sichergestellt.

Das Vorgehen ist relativ einfach: Patienten mit Hautproblemen können über die Webseite hautproblem.ch direkt beim Team der Dermatologie Rat einholen. Die Anfrage erfolgt dabei in drei Schritten: Foto der Hautveränderung schiessen, Formular ausfüllen und anschliessend per Kreditkarte bezahlen. Die Antwort erscheint werktags innert 24 Stunden in der Inbox. Eine Anfrage kostet derzeit 75 Franken, die von der Krankenkasse nicht automatisch übernommen werden. Alexander Navarini sieht das Fach Dermatologie als geeignet an für eine solche innovative Form der Diagnose, da hier die optische Beurteilung des Krankheitsbildes einen hohen Stellenwert hat. Er betrachtet seine Online-Sprechstunde aber auch als Pilotprojekt, der weitere Fachdisziplinen folgen werden.