27. September 2019

Hochkarätiger Kongress zu spinalen Tumoren in Basel

Am 22./23. November treffen sich in Basel Experten aus einem Dutzend Nationen, um sich über die neusten Entwicklungen auf dem Gebiet der Krebserkrankungen der Wirbelsäule auszutauschen.

 

Auch die Wirbelsäule kann von Tumoren betroffen sein. Einerseits von Primärtumoren (die ihren Ursprung in der Wirbelsäule selbst haben) und andererseits von Metastasen, also Tumoren die ihren Ursprung an einem anderen Ort haben wie beispielsweise bei Lungen- oder Brustkrebs. Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Betroffenen, vor allem aufgrund des steigenden Durchschnittsalters und der dank verbesserter Behandlungsmöglichkeiten höheren Überlebensrate, in den nächsten Jahren weiter zunehmen wird.

Zwischen Basel, Mailand und Budapest hat sich in den letzten Jahren ein Dreieck der Zusammenarbeit entwickelt, das sich der Verbesserung der Behandlung von spinalen Tumoren widmet. Um den Wissenstransfer sicherzustellen treffen sich nun bereits zum achten Mal Experten aus der ganzen Welt im Wechsel in Ungarn, Italien und der Schweiz an einem Kongress, dem «Basel-Milano-Budapest Spine Meeting on Tumors and Aging Spine». In einem Feld, in dem in den letzten und den nächsten Jahren viel geforscht wurde und wird und massive Fortschritte bei Diagnose und Therapie zu verzeichnen sind, ist dieser Austausch essenziell. Umso bedeutender ist es für Basel, in diesem Jahr Gastgeber sein zu dürfen.

Die Behandlung von spinalen Tumoren, erfordert gut eingespielte Teams. Insbesondere, weil bei den älter werdenden Menschen viele Begleiterkrankungen berücksichtigt werden müssen wie etwa die Osteoporose. Diese interdisziplinären Teams müssen, um den internationalen Standards gerecht zu werden, einen regelmässigen Austausch pflegen. So nehmen auch in Basel Anästhesisten, Osteoporose-Experten, Radioonkologen und andere Spezialistinnen und Spezialisten teil. 

Damit dieses Wissen umgesetzt werden kann, braucht es eine gute interdisziplinäre Zusammenarbeit und die entsprechende Infrastruktur. Das Universitätsspital Basel hat hier, nebst seinem seit Jahrzehnten funktionierenden Tumorboard, vor einigen Jahren einen Meilenstein gesetzt. Durch intensives Training im Rahmen von Auslandsaufenthalten, Kongressen und Schulungen sowie über langjährige internationale Kontakte entstand am USB ein international renommiertes Kompetenzzentrum für spinale Tumore. Dieses ist der Spinalen Chirurgie zugeordnet und in das Gesamtkonzept des universitären Wirbelsäulenzentrums integriert.

Prof. Stefan Schären als Leiter des Wirbelsäulenzentrums ist Gastgeber und Dr. Cordula Netzer, stv. Leiterin des Wirbelsäulenzentrums, ist Organisatorin des diesjährigen Meetings am 22. und 23. November 2019. Geboten wird eine Vielzahl von Vorträgen und Diskussionen von und für Experten auf höchstem internationalen Niveau.