29. April 2021

Jahresbericht 2020: Covid-19 hinterlässt deutliche Spuren

Nach einem Vorjahresgewinn von 19.9 Millionen Franken resultiert im Geschäftsjahr 2020 pandemiebedingt ein Verlust von 16.9 Millionen Franken. Erfreulich haben sich einzig der Gesamtumsatz (+2.4 %) und der Fallschwere-Index (+0.4%) entwickelt. Eine Prognose für das laufende Jahr gestaltet sich derzeit sehr schwierig, da nach wie vor nicht abzusehen ist, wie lange die Pandemie noch andauern wird.

 

2019 konnte das Universitätsspital Basel noch das beste Ergebnis seit der Verselbständigung von vor acht Jahren vermelden. Auch 2020 begann wirtschaftlich gesehen sehr gut. Doch mit dem Eintreffen der ersten Pandemiewelle in der Schweiz und dem Verbot der elektiven Eingriffe und der in der zweiten und dritten Welle anhaltenden Reduktion der Operationstätigkeit aufgrund der Belastung der Intensivstation drehte der Wind rasch. Der Kanton Basel-Stadt hat dabei dem Universitätsspital Basel den direkt durch die Pandemie entstandenen Aufwand mit 34 Millionen Franken abgegolten. Für die Einnahmenausfälle erfolgte dagegen bisher keine Entschädigung. Am Ende des Jahres 2020 verzeichnet das Universitätsspital Basel einen Gesamtverlust von 16.9 Millionen Franken, bei einem konsolidierten Umsatz von CHF 1‘195.9 Mio. (Vorjahr CHF 1‘168.3 Mio.), das entspricht einem Anstieg um 2.4% gegenüber dem Vorjahr. Die Konzern EBITDAR-Marge sinkt dadurch von 8.5% auf 5.6% im Berichtsjahr. 

Sowohl das ambulante Geschäft (-3.4% Taxpunkte TARMED) wie auch die Zahl der stationären Austritte (-3.8%) verzeichnen empfindliche Rückgänge. Dem gegenüber stehen ein leicht (+3.8%) steigender Personalaufwand und um 10% höhere Ausgaben für medizinischen Bedarf, beides ist zum grossen Teil der Pandemie geschuldet. Nach wie vor steigend - auch ohne pandemiebedingte Verlegungen - ist der Anteil der ausserkantonalen Hospitalisationen (55.3%). Der Anteil zusatzversicherter Patientinnen und Patienten liegt stabil bei rund einem Fünftel (20.5%). Erstmals kann das Universitätsspital Basel für das Jahr 2020 einen Nachhaltigkeitsbericht präsentieren, in dem es seine Anstrengungen für eine ökologische und soziale Arbeitsweise dokumentiert. 

Hinter all diesen Zahlen steht der unermüdliche Einsatz der 7741 (Vorjahr: 7279) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Universitätsspitals Basel. Diese Menschen aus 84 Nationen haben in den 13 Monaten der Pandemie ihre ohnehin hohe Leistungsbereitschaft noch einmal deutlich gesteigert. In der klinischen Arbeit mit den Patientinnen und Patienten, im Betrieb und in der Forschung hat das Team USB herausragend funktioniert. Das Universitätsspital Basel konnte so seine Rolle als universitäres Zentrumsspital für die Region jederzeit wahrnehmen und dabei innerkantonale, ausserkantonale und internationale Spitäler, Institutionen und Behörden tatkräftig unterstützen. 

Die ausführlichen Jahresberichte und Kennzahlen finden Sie hier: https://jahresbericht.unispital-basel.ch/ 

Das Video der Jahresmedienkonferenz vom 29. April: Zum Video