22. April 2020

Universitätsspital Basel steigert 2019 Umsatz und Gewinn

Das vergangene Jahr verlief für das Universitätsspital Basel erfreulich: Der konsolidierte Umsatz stieg um 4.3% auf CHF 1’168.3 Mio. (Vorjahr CHF 1’120.3 Mio.); der konsolidierte Jahresgewinn erhöhte sich deutlich auf CHF 19.9 Mio. (Vorjahr CHF 6.7 Mio.). Die EBITDAR-Marge erhöhte sich von 7.8% im Jahr 2018 auf 8.5% im Berichtsjahr.

 

In einem nach wie vor schwierigen stationären Spitalumfeld hat das Universitätsspital Basel (USB) erneut ein Bestergebnis abgeliefert. Das USB konnte seine EBITDAR-Marge (Verhältnis aus Erfolg vor Abschreibungen, Steuern, Zinsen und Mieten und konsolidiertem Umsatz) auf 8.5% steigern. Das USB kommt damit dem in der Eignerstrategie des Kantons Basel-Stadt festgelegten EBITDAR-Margenziel näher.

Sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich hat das USB 2019 mehr Patientinnen und Patienten behandelt als im Vorjahr. Die höheren Fallzahlen und die Erhöhung der Fallschwere (Case Mix Index, CMI) führten zu einem Umsatzwachstum im stationären Bereich um CHF 22.6 Mio (+3.6%) auf CHF 641.9 Mio. Im ambulanten Bereich stieg der Umsatz bei unverändertem Taxpunkt-Wert um 5.7% noch deutlicher auf CHF 281.4 Mio. Der – auch regulatorisch geförderte – Trend der Verlagerung vom stationären in den ambulanten Bereich setzte sich somit auch 2019 fort.

2019 verzeichnete das USB 38’570 stationäre Austritte (Vorjahr 37’722); die Fallmenge nahm somit um 2.2% oder 848 Fälle zu. Der CMI stieg im Berichtsjahr um 2.8% auf 1.338 (Vorjahr 1.301). Dies unterstreicht den universitären, hochspezialisierten Charakter der Medizin am USB. Als Ergebnis der erfolgreichen Kooperation Clarunis nahm insbesondere im Bereich Viszeralchirurgie die Fallschwere zu. Die Austritte von stationären Patientinnen und Patienten aus dem Kanton Basel-Landschaft (29.2%), Aargau und Solothurn nahmen 2019 deutlich zu. Die im Kanton Basel-Stadt wohnhaften Patientinnen und Patienten machten noch 45.7% aus (Vorjahr 47.3%).

Das Wachstum im Personalaufwand blieb auch 2019 weiterhin unter dem Wachstum der Leistungserbringung im ambulanten und stationären Bereich. Der konsolidierte Personalaufwand stieg im Berichtsjahr um 2.6% (Vorjahr +0.8%). In Vollzeitstellen ausgedrückt sind das 166 zusätzliche Stellen, was ein neues Total von 5’737 Vollzeitstellen ergibt Das USB beschäftigt Mitarbeitende aus 84 Nationen. Der Anteil Frauen lag Ende 2019 bei 69.2% und blieb im Jahresvergleich praktisch unverändert. Im Verwaltungsrat und in der Spitalleitung lag der Frauenanteil per Jahresende jeweils bei 37.5%. Das USB bildete im Berichtsjahr 807 Auszubildende aus (Vorjahr 697) und gehört damit zu den grossen Ausbildungsbetrieben im Kanton Basel-Stadt. Hinzu kommen die in Weiterbildung befindlichen 475 Assistenzärztinnen und -ärzte (Vorjahr 484).

Die Investitionstätigkeit in Sachanlagen und immaterielle Anlagen ging 2019 leicht auf CHF 75.3 Mio. zurück (Vorjahr CHF 85.3 Mio.). In die neuste Medizintechnik wurden CHF 13.2 Mio. investiert. Die Anlagen im Bau stiegen im Berichtsjahr deutlich auf CHF 90.4 Mio. (Vorjahr CHF 66.0 Mio.). Diese Zunahme ist auf die laufenden Grossprojekte und die Planung Neubau Klinikum 2 und den Masterplan Energie zurückzuführen. Das konsolidierte Eigenkapital in Höhe von CHF 570.7 Mio. bzw. der hohe Eigenfinanzierungsgrad von 63.8% per 31.12.2019 (Vorjahr 62.7%) bilden die finanzielle Sicherheit für die künftig nötigen Grossinvestitionen in die Infrastruktur des USB. Per 31.12.2019 verfügte das USB über eine Liquidität von CHF 75.0 Mio. (Vorjahr CHF 48.9 Mio.). Das Cash Ratio erhöhte sich somit deutlich auf 68.1% (Vorjahr 40.2%).

Wegen der andauernden COVID-19-Pandemie ist für das Universitätsspital Basel, wie für den gesamten Gesundheitssektor, ein Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr schwierig. Klar ist dagegen, dass gerade auch in der aktuellen Situation für das Universitätsspital Basel eine Aufgabe im Zentrum steht: Seine medizinischen Leistungen auf höchstem Niveau für alle seine Patientinnen und Patienten anzubieten.

Jahresbericht