05. Mai 2022

Universitätsspital Basel und Bethesda Spital machen den nächsten Schritt in ihrer erfolgreichen Partnerschaft

Das Universitätsspital Basel und das Bethesda Spital verbindet eine langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit. Diese wird nun durch eine Beteiligung des Universitätsspitals Basel an der Bethesda Spital AG gefestigt. Von der Bündelung der Kompetenzen beider Spitäler profitieren Patientinnen, Patienten und Mitarbeitende. Diese Weiterentwicklung stärkt die universitäre Medizin in der Region Basel nachhaltig.

 

In der Orthopädie und anderen Fachbereichen arbeiten die beiden Spitäler seit einigen Jahren eng und erfolgreich zusammen. Diese Zusammenarbeit hat sich über alle Erwartungen hinaus bewährt und beweist, dass sich die Stärken der beiden Häuser hervorragend ergänzen. Als eng verbundene Partner werden sie in Zukunft ihre Verantwortung für die Gesundheit der Bevölkerung und für alle ihre Mitarbeitenden gemeinsam wahrnehmen. 


Aus Tradition zu neuer Stärke 

Die Stiftung Diakonat Bethesda hält an ihrer 100-jährigen Tradition zur ganzheitlichen Betreuung und Pflege von Kranken und Bedürftigen fest. Mit Blick auf die herausfordernden Perspektiven im Gesundheitswesen hat die Stiftung nach einem starken Partner mit hoher medizinischer Kompetenz gesucht, mit dem sie die Zukunft des Bethesda Spitals gestalten kann. Nach vertieften und partnerschaftlich geführten Gesprächen übernimmt das Universitätsspital Basel (USB) die Aktienmehrheit der Bethesda Spital AG von der Stiftung Diakonat Bethesda. Die Stiftung bleibt als bedeutende Minderheitsaktionärin an Bord und trägt weiterhin die Verantwortung für die Seelsorge auf dem gesamten Bethesda Campus. 


Nationale und internationale Ausstrahlung

Für die Patientinnen und Patienten entsteht ein für die Region Basel einmaliges, ideal abgestimmtes Leistungsangebot im Sinne einer abgestuften Versorgung. Das USB stärkt damit nachhaltig die universitäre Medizin und schärft sein Profil mit nationaler und internationaler Ausstrahlung. Das Bethesda Spital und seine Mitarbeitenden profitieren von der Konzentration der Angebote auf dem Campus und vom Zugang zu Forschung und Innovation. Die beiden Häuser bündeln ihre Behandlungen in gemeinsamen Zentren mit überregionaler Reichweite und entwickeln ihre ambulanten und stationären Angebote weiter. Dazu gehören ein muskuloskelettales Zentrum (Orthopädie und Rehabilitation), ein Wirbelsäulenzentrum, ein Zentrum Frau & Kind (Geburtshilfe), ein Beckenbodenzentrum und ein Brustzentrum gemeinsam mit den Belegärzten. Zudem ist auf dem Bethesda Campus ein neues gemeinsames ambulantes Zentrum geplant.

Dank dieser innovativen Partnerschaft entsteht einer der schweizweit grössten Anbieter bei Wirbelsäuleneingriffen, bei Geburten und bei Brustoperationen. Durch die Zusammenarbeit erreichen die beiden Spitäler in den erwähnten Fachbereichen gemeinsam höhere Fallzahlen, was zur Steigerung der Behandlungsqualität und zur Sicherung der universitären Medizin in der Region führt. Gleichzeitig verhindern die Kooperationspartner mit einer strengen Indikationsstellung eine Mengenausweitung. Der Vollzug wird noch abschliessend von der Wettbewerbskommission beurteilt.


Gemeinsam und in gegenseitigem Respekt in die Zukunft 

Das USB und das Bethesda Spital setzen mit dieser Partnerschaft ein starkes Zeichen: Sie machen Ernst mit integrierter Versorgung und setzen ganz auf die Kooperation zwischen einem öffentlichen und einem privaten Spital. Damit unterstützen sie den politischen Willen für eine effiziente und hochstehende Gesundheitsversorgung. Sie gehen den Weg in die Zukunft gemeinsam und entwickeln ihre jeweiligen Stärken in gegenseitigem Respekt weiter.

Mit diesem Schritt helfen das USB und das Bethesda Spital mit, den Gesundheitsraum Nordwestschweiz zu gestalten. Mitarbeitende, Belegärztinnen, Belegärzte und niedergelassene Ärztinnen und Ärzte profitieren von den sich aus der Partnerschaft ergebenden Möglichkeiten und Chancen. Sie werden in die zukünftige Entwicklung eingebunden. Als einer der ersten Schritte wird eine gemeinsame, erweiterte Aus- und Weiterbildung eingerichtet, was zur Sicherung des akademischen Nachwuchses beiträgt.