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Ätiologie von Hirnschlägen

In westlichen Ländern sind Hirnschläge ursächlich häufig auf eine Atherosklerose des kardiovaskulären Systems zurückzuführen. Meistens handelt es sich um Embolien, seien sie arterio-arteriell, kardio-arteriell oder aorto-arteriell. Zirka ein Viertel der Hirnschläge sind kardiogener Genese. Bei früher Durchführung zerebraler Angiographien, d.h. innerhalb der ersten 24 Stunden nach Auftreten der Symptome, kann man bei vielen betroffenen Patienten distale Okklusionen zerebraler Arterien erkennen. Die zerebrale Mikroangiopathie, die assoziiert mit Hypertonie oder Diabetes mellitus auftritt und zu lakunären Infarkten führt, ist ebenfalls haufig. Lokale Erkrankungen der Himarterien sind eine weniger häufige Ursache von Hirnschlägen. Hämodynamische Veränderungen sind eine seltene Ursache eines Hirnschlages und treten z.B. bei Okklusion oder hochgradiger Stenose der A. carotis interna (ACI) und gleichzeitiger systemischer Blutdruckminderung auf. Die ischämischen Läsionen, die in diesen Situationen auftreten, werden als Grenzscheideninfarkte, d.h. Infarkte, die am Rande zweier benachbarten arteriellen Territorien lokalisiert sind, bezeichnet. Unter Berücksichtigung der Inzidenz von Hirnschlagursachen sind die folgenden zu nennen:

  • Arteriosklerotische Erkrankungen der Karotiden und der vertebrobasilären Arterien
  • Kardioembolische Ursachen
  • Zerebrale Mikroangiopathie
  • Andere Äthiologien