Tumor der Gallenblase und der Gallenwege

Tumoren der Gallenblase und Gallenwege sind relativ selten. Die Tumoren können sich an unterschiedlichen Stellen der Gallenwege befinden, wobei sich die verschiedenen Tumoren in der Art der Symptome, der Bildung von Ablegern (Metastasen) und der Behandlung unterscheiden.

Gallenblasenkrebs führt meist erst spät im Krankheitsverlauf zu Symptomen, Tumore werden deshalb leider oft erst in fortgeschrittenem Stadium diagnostiziert. Mögliche Beschwerden sind unspezifische Oberbauchschmerzen oder ungewollter Gewichtsverlust. 
Ist eine vollständige Entfernung des Gallenblasenkrebses möglich, wird er mitsamt zusätzlich befallener Strukturen entfernt. Bei dieser Operation werden die Gallenblase sowie meist auch Teile der Leber entfernt. 

Tumore der Gallenwege führen oft zu einer Gelbsucht (Ikterus), da der Tumor die betroffenen Gallengänge einengt und dadurch einen Rückstau der Galle verursacht.

Typische Symptome sind eine Gelbfärbung der Haut mit Juckreiz und gelblich verfärbte Bindehäute der Augen. Zudem kommt es zur Braunfärbung des Urins und auffällig hellem Stuhlgang.

Tumore in den innerhalb der Leber gelegenen Gallenwegen werden mit eines Teils der Leber entfernt. Leider ist dies bei fortgeschrittenen Tumoren manchmal nicht möglich. In diesem Fall wird die Einengung der Gallenwege mit sogenannten Stents wieder aufgedehnt  oder die Galle über spezielle Katheter abgeleitet. Der Tumor wird dann ja nach Fall mit einer Chemotherapie behandelt.

Liegt der Tumor im Bereich der Einmündungsstelle des Hauptgallengangs in den Zwölffingerdarm, dann ist meistens zusätzlich eine Entfernung des Zwölffingerdarms und eines Teils der Bauchspeicheldrüse notwendig.