Peniskrebs

Der Peniskrebs stellt eine seltene Erkrankung dar, welche meist ältere Männer betrifft. Jeder fünfte Betroffene ist dennoch jünger als 60 Jahre. Bekannte Risikofaktoren sind Infektionen mit dem humanen Papillomavirus (HPV) sowie chronische Entzündungen des Penis. Zur HPV-Infektion kann es durch sexuellen Kontakt mit einem infizierten Partner kommen. Es gibt verschiedene HPV-Subtypen, wovon die meisten harmlos sind. Manche gehen jedoch mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung eines Peniskrebses einher. Chronische Entzündungen des Penis können durch mangelnde Hygiene, Vorhautverengung oder Infekte entstehen. 

 

Diagnostik

Veränderungen an Hoden und Penis gehen oft mit einem grossen Schamgefühl einher. Nicht selten wird der Arzt oder die Ärztin bei Peniskrebs erst in einem sehr fortgeschrittenen Krankheitsstadium aufgesucht. Zu Beginn steht meist ein schmerzloser rötlicher oder auch weisser Fleck, welcher teilweise erhöht ist und schnell an Grösse zunehmen kann. Manchmal kann die Diagnose durch eine Vorhautverengung, welche den Krebs bedeckt, erschwert sein. 

Bei Verdacht auf Peniskrebs wird in der Regel eine kleine Gewebeprobe des Befundes in lokaler Betäubung zur Sicherung der Diagnose entnommen. Zudem wird eine Schnittbildgebung zur genauen Krebsausdehnung und zur Suche von Ablegern im Körper durchgeführt. 

 

Therapie

Die Therapie richtet sich nach dem Krebsstadium. Mögliche Therapieoptionen werden interdisziplinär an unserem Tumorboard diskutiert und anschliessend ausführlichst mit Ihnen besprochen. Der Grundpfeiler der Peniskrebstherapie stellt die Operation dar. Es wird, wenn möglich, ein Erhalt des Penis angestrebt. 

 

Nachsorge

Nach abgeschlossener Therapie sind regelmässige Nachkontrollen notwendig, um einem möglichen Rückfall früh entgegen wirken zu können. Wir erstellen wir ein individuelles Krebsnachsorgeschema für Sie.