Patienten & Besucher

Das Wirbelsäulenzentrum besteht aus einem Expertengremium zwölf verschiedener Disziplinen. Je nach Fragestellung können verschiedene Fachexpertinnen und -experten zur Mitbeurteilung und/oder Behandlung Ihres Wirbelsäulenproblems jederzeit beigezogen werden. Dank dieser Expertise können wir das gesamte Spektrum von Wirbelsäulenleiden, von einfach bis komplex, abdecken und massgeschneiderte Behandlungskonzepte vorschlagen. 

Gerade bei Wirbelsäulenerkrankungen ist die Erfassung von Faktoren, welche das Leiden zusätzlich beeinflussen können, besonders wichtig. Vor Beginn einer Behandlung steht also die sorgfältige Diagnosestellung.  

Mit unserem interdisziplinären Team werden wir all diese Faktoren erfassen und Sie einer individuellen Analyse unterziehen. Basierend auf diesen Ergebnissen werden wir im Anschluss daran ein auf Sie zugeschnittenes Therapiekonzept ausarbeiten. Unsere Stärke ist die Kommunikation zwischen den einzelnen Fachdisziplinen und die kritische Auseinandersetzung der Therapiemöglichkeiten sowie deren Erfolgsaussichten. Es ist uns ein grosses Anliegen, dass wir Ihre Erwartungen an eine Behandlung und deren tatsächlich möglichen Erfolg sorgfältig abwägen und mit Ihnen besprechen.

Wir haben Ihnen im Folgenden einen kurzen Überblick unseres interdisziplinären Teams und deren Rolle in der Diagnostik und Therapie zusammengestellt: 

 

Diagnostik -> Von der Bildgebung bis zur komplexen Abklärung

Wir verfügten über modernste Techniken in der Bildgebung. Und können so von der Ganzkörpervermessung bis hin zu Funktionsuntersuchungen der Wirbelsäule sämtliche Veränderungen erfassen, welche sich auf Ihre Wirbelsäule auswirken. Neben den Standardverfahren für Knochendichtemessung, Röntgen, MRI und CT haben wir auch Expertise in der Darstellung entzündlicher Wirbelsäulenveränderungen und Veränderungen der Rückenmuskulatur.  

Physiotherapeutisches Assessment

Wir bieten ein Assessment, wo neben der Auswirkung Ihrer Rückenbeschwerden auf Ihren Alltag auch Ihre körperliche Verfassung genauestens erfasst und analysiert wird. Dies ist ein wichtiger Baustein des Therapiekonzeptes. 

Schmerztherapeutische und Psychosomatische Abklärung

In der Regel erfolgt eine gemeinsame Bestandsaufnahme durch unsere Wirbelsäulenexperten der Schmerztherapie und der Psychosomatik. Hier sollen psychosoziale Faktoren identifiziert werden, welche die Behandlung Ihres Wirbelsäulenleidens beeinflussen. Das Wissen um diese Faktoren und deren Berücksichtigung im Behandlungskonzept sind für den Therapieerfolg entscheidend.

«Weitere» Fachdisziplinen

Hauptsächlich die Rheumatologie und die Neurologie sind regelmässig in den Abklärungsprozess involviert. Bei Bedarf auch die Infektiologie. Es geht dabei um die Identifizierung von Begleiterkrankungen, welche durch eine gezielte Behandlung noch zusätzlich adressiert werden sollten oder gar müssen.

Operative Behandlung

Die Spinale Chirurgie am Universitätsspital Basel ist schweizweit die einzige universitäre Einrichtung, welche in einer einzigen Klinik alle operativen Behandlungen der Wirbelsäule anbietet. Das Spektrum umfasst degenerative Veränderungen (Bandscheibenprobleme, Spinalkanalstenosen, Wirbelgleiten), Deformitäten (Skoliosen), Verletzungen (Brüche auch mit Rückenmarksverletzungen), Tumoren (auch Rückenmarkstumoren und Metastasen), Knochenbrüche bei Osteoporose und die Behandlung von Entzündungen oder Infektionen der Wirbelsäule. 

Die Klinik verfügt über modernste Operationstechniken. So haben wir in unserem Hybrid-Operationssaal eine Robotik, 3D-Bildgebung und Navigation. Mikrochirurgische und minimalinvasive Techniken gehören zu unserem Standard-Repertoire. 

Für unsere Tumorpatientinnen und -patienten mit Osteoporose verwenden wir, wenn erforderlich, spezielle Implantate und Operationstechniken. 

Nichtoperative Behandlung 

Hier bieten wir der Patientin/dem Patienten begleitend zur Operation oder alternativ sämtliche interventionellen Behandlungsmöglichkeiten an (Infiltrationen auch CT gesteuert), wie auch die Abklärung der Behandlungsmöglichkeit mit einem Schmerzstimulator.

Basierend auf den Ergebnissen der interdisziplinären Abklärung werden der Patientin/dem Patienten verschiedene Therapien empfohlen. Zum Beispiel Trainingskonzept, begleitende Verhaltenstherapie, medikamentöse Schmerztherapie, Hilfsmittel wie sogenannte TENS-Geräte (das sind Geräte zur Elektrotherapie über die Haut) 

Das Endergebnis von Abklärung und Behandlung werden mit der Patientin oder dem Patienten und dem behandelnden Hausarzt ausführlich besprochen.