Interdisziplinäres Muskulo-Skelettales Infekt-Kolloquium (IMSIK)

Das interdisziplinäre Muskulo-Skelettale Infekt-Kolloquium findet einmal wöchentlich statt. Hier werden Patienten mit Infektionen am Bewegungsapparat wie zum Beispiel Gelenkprotheseninfektionen, Fremdkörperinfektionen nach Osteosynthese oder Knocheninfektionen (Osteomyelitis) besprochen.

Mit den beteiligten Fachleuten verschiedener Disziplinen werden individuell angepasste Therapiekonzepte vorgeschlagen. Der enge fachliche Austausch zwischen den Experten ermöglicht gemeinsam interdisziplinär festgelegte Therapiekonzepte. Dabei wird besonderen Wert auf die funktionelle Erhaltung des Bewegungsapparates gelegt. Das laufend aktualisierte gemeinsame Wissen und die klinische Kompetenz kommen den Patientinnen und Patienten zugute.
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Diagnosen

Die Patientengeschichte, die klinische Untersuchung und radiologische Befunde sind elementare Elemente, die zur Diagnose führen. Dabei ist es wichtig, dass wir alle Unterlagen (auch Fotos von Wunden) aus der Vorgeschichte konsultieren können. Die Radiologen in unserem Team sind speziell auf den Bewegungsapparat fokussiert. In Röntgenbilder und Untersuchungen mittels Computertomographie und MRI können wir das Ausmass der Infektion im Knochen und den umgebenden Weichteilen erfassen.

Des Weiteren gehören Probengewinnung aus dem infizierten Gebiet, gefolgt von mikrobiologischer und histologischer Analyse zur Komplettierung der Diagnosestellung, und ermöglichen einen Behandlungsplan. Die Mikrobiologen des Zentrums identifizieren sowohl die Erreger der Infektion wie auch deren Resistenzmuster. Mittels der histologischen Analyse kann der Pathologe Angaben zur Dauer der Infektion äussern. Auch werden Proben auf das Vorliegen von Abriebpartikel von Fremdkörpern untersucht.