Fragen und Antworten

 

Was ist der Zusammenhang zwischen Klinikum 2 und dem neuen Gebäude?

Für den Neubau des Klinikums 2 soll auf kostenintensive und nicht nachhaltige Provisorien verzichtet werden. Der Neubau im Perimeter B kann die während des Neubaus des Klinikums 2 benötigten Rochadeflächen zur Verfügung stellen. Vor allem deckt der Neubau aber auch den langfristig ausgewiesenen Flexibilitäts- und Flächenbedarf des USB.

 

Ist das USB mit dem neuen Gebäude im Perimeter B fertiggebaut?

Grundlage für die Entwicklung des Spitalareals ist der Masterplan Campus Gesundheit. Dieser legt die Eckpunkte für die Arealentwicklung fest und definiert die bebaubare Fläche. Der Perimeter B ist dabei das wichtigste Entwicklungsgebiet. Es beinhaltet ein hohes Entwicklungspotenzial, um die Weiterentwicklung des USB langfristig sicherzustellen.

 

Warum braucht es für die Realisierung des Projekts im Perimeter B einen neuen Bebauungsplan?

Der Lösungsvorschlag von Herzog & de Meuron/Rapp sieht ein höheres Gebäude vor, was die Verabschiedung eines Bebauungsplans zusätzlich durch den Grossen Rat des Kantons Basel-Stadt bedingt. Die Freigabe der bestehenden Höhenbegrenzung von 25 Meter erfolgte schon kurz nach dem Start des Studienauftrags für alle teilnehmenden Teams. Die Diskussion mit den Teams zeigte, dass nur so eine städtebaulich wie auch für die Nutzung sinnvolle und ansprechende Lösung möglich sein würde.

 

Weshalb wird im Perimeter B nicht ein Projekt angestrebt, das innerhalb der bisher vorgesehenen Höhenbegrenzungen liegt?

Ein langer, 8-stöckiger Riegel entlang der Schanzenstrasse bietet viele Nachteile. Mit einem Sockel- und höherem Aufbau können folgende Punkte optimiert werden:

  • Die Beschattung des Gartens wird minimiert und gleichzeitig wird auch die Sicht daraus besser.
  • Die Infrastruktur wird insgesamt verbessert, weil weniger Verkehrsfläche entsteht.
  • Das Gebäude besitzt aufgrund des komplexen Untergrunds auf der Seite beim Klinikum 1 eine bessere Tragstruktur.
  • Der Bau berücksichtigt zielführend die von der Denkmalpflege bevorzugte Lösung, einer respektvollen Anknüpfung sowohl zum Klinikum 1 wie auch zur Hebelstrasse.
 

Wie trägt man den Trends in der Gesundheitsversorgung bei der Infrastrukturentwicklung Rechnung?

Mit dem Entwicklungsschritt will das USB primär die Voraussetzungen für die Zugänglichkeit zu komplexen ambulanten Behandlungen verbessern. Das ambulante und das stationäre Geschäft sollen entflochten werden, um die Effizienz zu erhöhen, die Arbeit der Mitarbeitenden zu vereinfachen und die Wartezeiten für die Patientinnen und Patienten zu verkürzen. Neben der Konzentration des interdisziplinären Tumorzentrums für die Behandlung von Krebserkrankungen und der Nephrologie/Nierenheilkunde mit der Dialyse-Station sowie der Labormedizin, soll das neue Gebäude gemäss heutigem Planungsstand auch Platz für die Pathologie und für Lehre und Forschung bieten. Im Perimeter B könnte aber auch Raum für die Universitäre Augenklinik des USB entstehen, für die schon länger ein Standortwechsel ins Auge gefasst wird. Denkbar ist auch, dass aus Kooperationen entstehende Angebote im neuen Gebäude ihren Platz finden.

 

Wieviel kostet das neue Gebäude im Perimeter B?

Die Gesamtkosten für die Entwicklung der Infrastruktur mit dem Klinikum 2 und dem Neubau im Perimeter B liegen aus heutiger Sicht bei ca. 1,2 Milliarden Schweizer Franken. Die Grössenordnung der Erstellungskosten für den Lösungsvorschlag im Perimeter B liegen derzeit bei gut einem Viertel der gesamten Investition.  

 

Was passiert mit den Gebäuden des USB, die heute noch ausserhalb des Perimeter A und B sind?

Es bietet sich die Chance, heute ausserhalb des Areals benötigte Klinikflächen auf den Campus zurück zu verlagern und damit zusätzliche Synergien in Behandlung und Forschung zu nutzen. Dies könnte namentlich für die Augenklinik gelten, für die schon länger ein Standortwechsel ins Auge gefasst wird.