Das Projekt

Der Wettbewerb für das Klinikum 2 verlangte nach Antworten, wie die Erneuerung eines bestehenden Spitalkomplexes in einem bedeutungsvollen historischen Umfeld realisiert werden kann. Das Projekt «Arcadia» des Zürcher Architektenteams giuliani.hönger ag., überzeugte die Jury dabei am meisten.


 

ARCADIA

Blick von oben (Klinikum 1)

Blick von Osten (Petersgraben)

Innenansicht

Architektur

giuliani.hönger architekten eth-bsa-sia
Kanzleistrasse 57, 8004 Zürich
Lorenzo Giuliani, Christian Hönger, Julia Koch,
Martin Künzler

Gesamtleitung

Caretta + Weidmann Baumanagement AG
Langgrüttstrasse 112, 8047 Zürich
Rafael Caretta, Martin Greutmann

Fachplaner und Spezialisten

PGMM Schweiz AG, Winterthur
Dr. Lüchinger + Meyer Bauingenieure AG, Zürich
Appert & Zwahlen GmbH Landschaftsarchitekten BSLA, Cham
Aicher, De Martin, Zweng AG, Luzern
SYTEK AG, Binningen
Technik im Bau AG, Luzern

 

Die Beurteilung

Das Preisgericht spricht in der vollzähligen Schlussabstimmung zur Rangierung und Preiszuteilung folgende Empfehlung aus:

Das Projekt ARCADIA wird von der Jury zur Weiterbearbeitung empfohlen. Es wird festgehalten, dass das Siegerprojekt einen starken städtebaulichen Beitrag mit einem hohen Mass an Nutzungsflexibilität, sinnvoll aufgezeigten Spitalprozessen und angemessener Wirtschaftlichkeit vereint. Es liegt ein klarer und konsequenter Entwurf vor, welcher auch aufgrund des empfohlenen Etappierungskonzepts auf Entwicklungen und allfällige Veränderungen im Spitalbetrieb reagieren kann.

    Das Preisgericht empfiehlt die Weiterbearbeitung des Projekts ARCADIA unter Beachtung nachfolgend genannter Aspekte:

  • Die städtebauliche Setzung wird positiv gewürdigt. Position und Geschossigkeit des Forschungsturms in der Situation Gesamtkonzept sind zu prüfen, ohne die grundsätzlichen Qualitäten des städtebaulichen Entwurfs zu hinterfragen.
  • Der architektonische Ausdruck und die Materialisierung im Innen- und Aussenraum treffen noch nicht die Erwartungen an ein Universitätsspital. Dies betrifft insbesondere die Fassadengestaltung, die Gestaltung der Vorfahrt und das innenräumliche Erscheinungsbild.
  • Die Konzeption der zentralen Erschliessungsachse ist bezüglich Raumqualität zu verbessern.
  • Die Gestaltung der Höfe zwischen neuem Klinikum 2 und Markgrä?erhof ist sorgfältig auszubilden.
  • Die Situierung der Helikopterlandeplätze erfüllt nicht die Vorgaben an den Sicherheitsabstand und ist dementsprechend umzuplanen.
  • Das Regelgeschoss im Bettenhaus ist bezüglich Aufenthaltsqualität für Besucher zu optimieren.
  • Die Tageslichtversorgung in den Untergeschossen ist zu verbessern.
  • Die Fassade ist in ihrer konstruktiven wie auch materiellen Ausformulierung zu überarbeiten und den Anforderungen des nachhaltigen Bauens anzupassen.

ARCADIA vereint einen starken städtebaulichen Beitrag mit einem hohen Mass an Nutzungsflexibilität, sinnvoll aufgezeigten Spital-Prozessen und angemessener Wirtschaftlichkeit.