ANP für Post Intensive Care Syndrom

Viele ehemalige Intensivpatienten leiden unter einem Post Intensive Care Syndrome (PICS): Sie sind dauerhaft in ihrer kognitiven, psychischen oder physischen Gesundheit beeinträchtigt und benötigen eine professionelle Nachbehandlung. Auch die Angehörigen der Intensivpatienten sind häufig von der schweren Erkrankung des Patienten mitbetroffen und leiden selbst vor allem unter psychischen Langzeitfolgen.

Die Nachbehandlung für die betroffenen Intensivpatienten und deren Angehörige wird am Universitätsspital Basel im Rahmen der Post-ICU-Sprechstunde durchgeführt.
Geeignete Patienten werden über ein spezielles Screening-Verfahren schon während dem Intensivaufenthalt identifiziert und in der Regel 2-3 Monate nach der Entlassung von der Intensivstation aufgeboten. Ziel der Sprechstunde ist es, in interprofessioneller Zusammenarbeit von Arzt und ANP die Folgen der kritischen Erkrankung zu identifizieren und bei komplexen Verläufen, wo nötig und sinnvoll, eine Aufarbeitung der Krankengeschichte und Komplettierung der Abklärungen und Therapien zu gewährleisten. Wichtige Schnittstelle ist hierbei der Hausarzt, welcher stets einen detaillierten Bericht mit klaren Empfehlungen erhält.
Die ehemaligen Patienten der Intensivstation und deren Angehörige werden so in ihrer Rehabilitation nach der kritischen Erkrankung unterstützt.


Kontaktperson: Christian Emsden, Pflegeexperte Intensivstation/ANP Post-ICU Care, Tel. 65438, christian.emsden@anti-clutterusb.ch