Blog des Universitätsspitals Basel
01. Oktober 2020

Welche Expertise braucht der Patient?

Das Multiple Sklerose Zentrum hat Antworten.

 

Dank neuer Therapien haben sich die Perspektiven für Menschen mit der Diagnose Multiple Sklerose wesentlich verbessert. Die gebündelte Expertise verschiedener medizinischer Disziplinen im MS Zentrum verstärkt diese Tendenz.

In der Entwicklung nahezu aller Therapien für Multiple Sklerose waren und sind klinische Forscher der Neurologischen Klinik und Poliklinik des USB führend dabei. Den Verlauf der Krankheit gilt es möglichst exakt zu erfassen, um rechtzeitig die Therapie anzupassen. Es ist wichtig, die Expertise verschiedener medizinischer Disziplinen und Fachpersonen zu nutzen. Genau das bezweckt das MS Zentrum, denn die Gründung eines Zentrums am Universitätsspital Basel fusst immer auf einem patientenzentrierten Ansatz: «Welche Spezialistinnen und Spezialisten aus welchen Disziplinen braucht der Patient?» Bei Multipler Sklerose sind es einige, denn die Krankheit kann durch vielfältige Schädigungen im zentralen Nervensystem beinahe den gesamten Körper betreffen.

Professor Jens Kuhle, Leiter des Multiple Sklerose Zentrums: «Ein Zentrum ermöglicht es uns, Strukturen, Prozesse und Abläufe noch präziser zu definieren und festzuschreiben. Das schafft eine überprüfbare, hohe Qualität.»

Professor Tobias Derfuss, Leiter der Neurologischen Poliklinik: «Wir sind dazu übergegangen, Fachärztinnen und Fachärzte einzusetzen, die nicht mehr durch verschiedene Funktionsabteilungen rotieren müssen und somit für die Patientinnen und Patienten als ständige Ansprechpartner zur Verfügung stehen.»

Trotz aller Anstrengungen: Geheilt werden kann Multiple Sklerose noch nicht. Doch nicht nur die Frage nach der Entstehung von MS und die Suche nach den entsprechenden Biomarkern für die Diagnose, Verlaufskontrolle und individualisierte Therapie treibt die Forscher um. Warum wirkt ein Medikament bei einer Patientin, bei einer anderen aber nicht? Hier erhofft sich das Multiple Sklerose Zentrum Antworten von diversen Studien, insbesondere auch von der gross angelegten multizentrischen Schweizer MSKohortenstudie, in der seit über acht Jahren schweizweit über 1’400 Patientinnen und Patienten standardisiert untersucht werden. Der MS-Forschung, die am Universitätsspital Basel seit Jahren auf internationalem Spitzenniveau betrieben wird, kommt so am Multiple Sklerose Zentrum auch weiterhin eine wichtige Aufgabe zu.

 

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