Kohortierung bei gleichem Erreger grundsätzlich möglich, sofern kein zusätzlicher Isolationsgrund vorliegt (vorgängig Rücksprache mit Infektionsprävention und -kontrolle)
Wichtig: Handschuhwechsel und Händedesinfektion zwischen den kohortierten Patient*innen
Wechsel der Überschürze nur bei optischer Verschmutzung oder nach Ganzkörperpflege bei immobilen Patient*innen
Dringliche diagnostische Massnahmen nach vorgängiger Information über Isolation ausserhalb des Patientenzimmers möglich (Koordination durch Abteilung); möglichst am Ende des Programms planen
Wartezeiten vor Behandlungsräumen/im Flur vermeiden
Therapien
Wenn möglich Therapien im Patientenzimmer. Falls dies gemäss Therapeut*innen nicht ausreichend oder zielführend: Physiotherapie ausserhalb des Patientenzimmers in Schutzausrüstung (siehe oben) möglich.
Wartezeiten vor Behandlungsräumen/im Flur sowie Kontakt zu anderen Patient*innen vermeiden und möglichst am Ende des Programms planen.
Materialien patientenbezogen verwenden. Nicht-patientenbezogene Hilfsmittel nach Abschluss der Therapie desinfizieren (siehe Reinigung/ Desinfektion).
Operationen
Falls möglich am Ende des Programms planen
Bei OP-Anmeldung Vorinformation über Isolationsgrund
Ausserhalb Betriebszeiten Hotellerie wird Geschirr isolierter Patient*innen nicht behandelt, sondern rote Tabletts im Tablettwagen gesammelt
Stationsoffice
Geschirrspüler mit adäquatem Programm (A0-Wert 600 oder äquivalentes Verfahren)
Kontaminierte Flächen (insb. Abstellfläche Tablar und Tablettwagen) mit Relaclean 350 desinfizieren
Abfall im Doppelsack entsorgen
Ablauf im IQSoft Hotellerie
Reinigung/Desinfektion/Entsorgung
Flächendesinfektionsmittel
Grosse Flächen (Boden, Wände etc.):
Incidin™ Pro 0.5% (Standard)
Dismozon® plus 2.4% bei:
C. difficile
Rotavirus
falls isoliert: Hepatitis A, Hepatitis E, Astrovirus, Sapovirus
Kleine Flächen:
Meliseptol® Wipes sensitive 100
SANITIZER SURFACES S1 wipes (bei C. difficile)
Ethanol 70% denat. (nur bei alkoholbeständigen Oberflächen)
Frequenz/Technik
Tägliche Desinfektion des Zimmers
Rotavirus-Epidemiefall: Einmal täglich Flächendesinfektion mit Dismozon® plus 2.4% auf gesamter Abteilung bis 7 Tage nach Aufhebung der letzten Isolation.
Nicht-desinfizierbare Gegenstände entsorgen (inkl. geöffnete oder unverschweisste Packungen)
Vorhänge (falls nicht bereits vor Isolation entfernt) vor der Schlussdesinfektion im Doppelsacksystem entsorgen (rosa Sack (Bardusch AG, Nr. 7119), dann gelb-gestreifter Sack)
Scharfe, spitze Gegenstände in stichfeste Behälter im Zimmer entsorgen
Material/Gegenstände
Wenn möglich Einwegmaterial verwenden
Medizinprodukte mit direktem Körperkontakt (z.B. EKG-Elektroden, Stethoskope, Blutdruckmanschetten) patientenbezogen verwenden
Desinfektion/Aufbereitung aller Mehrwegmaterialien gemäss Desinfektionsplan
Umgang mit Papierunterlagen: Die betroffene Person berührt Papierunterlagen nur nach beobachteter Händedesinfektion. Unterlagen anschliessend in verschlossene Plastikhülle, diese beim Verlassen des Zimmers desinfizieren
Bett
Entsorgung von Bettwäsche und Bettinhalt (Duvet, Kissen, Leintuch) im Doppelsacksystem (roter Wäschesack Nr. 20, dann gelbgestreifter Sack) auf der Abteilung
Bett mit orangefarbenem Kleber «Desinfektion» kennzeichnen, Bettgestell (Fuss- und Kopfteil) desinfizieren (Ethanol 70% denat.) und in die Bettenzentrale bringen
Desinfektion von Matratze, Schutzbezug und Bettgestell in der Bettenzentrale
Besuchende
Besuche erlaubt, Schutzausrüstung analog Personal (siehe oben unter «Schutzausrüstung Personal/Besuchende»)
Instruktion über Händedesinfektion durch geschultes Personal
Mit isolationspflichtigen Erregern kolonisierte Personen sollten grundsätzlich keine Patientenbesuche durchführen (Ausnahmen durch Infektionsprävention und -kontrolle möglich)
Aufhebung der Isolation/Verlegung/Austritt
Aufhebung der Isolation
In Rücksprache mit der Infektionsprävention und -kontrolle
Spezifische Kriterien der Entisolation siehe beim jeweiligen Erreger
Austritt/Verlegung bei laufender Isolation
Vor Verlassen des Zimmers: Händedesinfektion
Verlassen des Spitals auf direktem Wege
Schutzausrüstung Patient*in
Bei Verlegung: siehe oben
Bei Austritt nach Hause: keine
Wichtig bei Verlegungen:
Informationsweitergabe bezüglich der Isolation an die weiterbehandelnde Einrichtung durch die Abteilung
Schlussreinigung/-desinfektion
Schlussreinigung/-desinfektion im Scheuer-Wisch-Verfahren (siehe oben)
Transfer in ein anderes Zimmer und neues Bett ODER Schlussreinigung/-desinfektion desselben Zimmers und neues Bett
Meldung an Infektionsprävention und -kontrolle (IPK)
Bei Einleitung und Aufhebung einer Isolation sowie bei Verlegung oder Austritt isolierter Patient*innen.
Automatische Meldung an die IPK bei Eintrag der Isolation in Meona