Modernste Herzchirurgie: Schonender Herz-Bypass dank Robotik

Das Universitätsspital Basel hat einen Meilenstein in der Herzchirurgie erreicht: Im Februar 2026 wurde erstmals in der Schweiz eine Bypassoperation mit einem Operationsroboter der neuesten Generation durchgeführt. Der minimalinvasive Eingriff ermöglicht eine besonders präzise und schonende Behandlung von Patientinnen und Patienten mit verengten Herzkranzgefässen. 

2026-06-03, 16:30 Uhr

Mit der ersten robotergestützten Bypassoperation setzt das Universitätsspital Basel neue Massstäbe in der modernen Herzchirurgie. Ein Bypass dient dazu, ein verstopftes Blutgefäss zu umgehen und die Durchblutung des Herzens wieder sicherzustellen. Dank des Operationsroboters der neuesten Generation kann dieser Eingriff minimalinvasiv durchgeführt werden – ohne den Brustkorb vollständig zu öffnen. 

 

Die Operation wurde von Prof. Hassina Baraki, Chefärztin der Herzchirurgie am Universitätsspital Basel, gemeinsam mit ihrem Team durchgeführt. Der Einsatz der neuen Technologie wurde während drei Monaten intensiv vorbereitet und umfasste Simulationstrainings, Hospitationen in europäischen Kliniken sowie die Zertifizierung der Operateurinnen und Operateure. 

 

Welche Vorteile die neue Methode bietet, zeigt der erste Patient, Rolf Schenk. Er erhielt seinen Bypass Ende Februar und konnte bereits am Tag nach der Operation die Intensivstation verlassen. Dank der kleinen Schnitte hatte er kaum Einschränkungen und konnte in der Rehabilitation Krafttraining absolvieren. Nach rund drei Wochen war er wieder auf den Beinen und konnte auch in seinem Garten wieder richtig anpacken – etwas, das nach einer konventionellen Bypassoperation mit Öffnung des Brustbeins deutlich länger gedauert hätte. 

 

«Jetzt sieht man fast nichts mehr, nur einen kleinen Schnitt. Das ist der Grund, weshalb ich nach der Operation keine Einschränkungen hatte», sagt Rolf Schenk. Während der Rehabilitation nutzte er die Zeit gezielt, um seine Kondition aufzubauen, und beschreibt seinen Verlauf rückblickend sehr positiv: «Ich habe die Rehabilitation genutzt, um Krafttraining und Kondition aufzubauen und bin fitter nach Hause gekommen, als ich vorher war.» 

 

Mehr dazu im TV-Beitrag von «gesundheit heute».

Ihr Kontakt

Universitätsspital Basel 
Prof. Hassina Baraki, Chefärztin Herzchirurgie
 

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