Der Patient bleibt wach, damit die Operation gelingt

«gesundheit heute» war bei einem chirurgischen Eingriff am Universitätsspital Basel dabei. Der Patient leidet an einem Hirntumor. Das Besondere daran: Er war während des Eingriffs wach.

2023-10-16, 06:00 Uhr

Um zu verhindern, dass das Sprach- oder Bewegungszentrum verletzt wird, prüfen die Neurochirurginnen und Neurochirurgen des Universitätsspitals Basel (USB), während der OP ständig, wie der Patient reagiert. Dazu muss er wach bleiben.

 

2015 hatte Herr D. ohne Vorwarnung einen epileptischen Anfall. Die Ursache: ein Hirntumor. Nach einem ersten Eingriff am Gehirn musste er Alltagsaktivitäten wieder erlernen. Weil der Tumor wieder gewachsen ist, braucht es eine zweite Operation. PD Dr. Dominik Cordier, Leitender Arzt der Neurochirurgie am USB, ist spezialisiert auf Wach-Operationen. Das Gehirn selbst ist schmerzfrei, Herr D. wird nur für den Schnitt in Haut und Schädel anästhesiert und dann geweckt. Während der Tumorentfernung prüft PD Dr. Cordier mit nicht spürbaren elektrischen Reizen und begleitender neuropsychologischer Untersuchung, welche Hirnareale betroffen sind und wie viel Gewebe entfernt werden kann.

 

Mehr zur Wach-Operation in der Sendung von «gesundheit heute».

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Universitätsspital Basel
Medizinische Direktion Pflege/MTT
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