Erste Implantation einer anatomischen Schulterprothese mit Augmented-Reality-Navigation am USB

Patientinnen und Patienten am Universitätsspital Basel (USB) profitieren ab sofort von einer neuen Form der computergestützten Schulterchirurgie: Erstmals weltweit wurde am USB eine anatomische Schulterprothese des Typs Affinis short® / Affinis Glenoid vitamys unzementiert® mithilfe des Augmented-Reality-Navigationssystems ASTRA® Arvis® implantiert.

2026-11-05, 10:00 Uhr

Die Schulter spielt eine zentrale Rolle bei zahlreichen alltäglichen Bewegungen – vom Anziehen über das Heben des Arms bis hin zu sportlichen Aktivitäten. Bei schweren Gelenkschäden kann ein Schultergelenkersatz Schmerzen lindern und die Beweglichkeit verbessern. Eine sorgfältige Operationsplanung und die präzise Positionierung der Implantate sind dabei wichtige Faktoren.

Prof. Andreas Müller, Chefarzt Orthopädie und Traumatologie des USB führte die erste Implantation dieser spezifischen Prothesenkombination mit Unterstützung von Augmented Reality durch. Das Navigationssystem blendet während der Operation relevante Informationen direkt ins Sichtfeld der Chirurginnen und Chirurgen ein und unterstützt so die Planung und Umsetzung des Eingriffs.

Perspektiven für eine personalisierte Schulterversorgung

Dank der neuen Technologie gelingt es, das Implantat auf die individuelle Anatomie der Patientinnen und Patienten abgestimmt zu positionieren. Dies kann dazu beitragen, die operative Präzision weiterzuentwickeln und die Voraussetzungen für eine zunehmend personalisierte Schulterversorgung zu verbessern.

Durch den Vergleich der Navigationsdaten mit den Behandlungsergebnissen eröffnen sich zudem neue Möglichkeiten, den Zusammenhang zwischen Operationsplanung und Behandlungserfolg besser zu verstehen.

Prof. Andreas Müller beschreibt das Potenzial: «Die Augmented-Reality-gestützte Navigation eröffnet uns neue Möglichkeiten, die Präzision und Zuverlässigkeit der Schulterprothetik auf ein neues Niveau zu heben. Die Verknüpfung intraoperativer Navigationsdaten mit den klinischen Ergebnissen schafft zudem die Grundlage für die nächste Generation des personalisierten Schultergelenkersatzes.»

Alle entsprechenden Implantationen dieses Prothesentyps werden am USB künftig mit Augmented-Reality-Unterstützung durchgeführt. Damit profitieren Patientinnen und Patienten ab sofort routinemässig von dieser neuen Technologie.

Herzlichen Glückwunsch an die beteiligten Teams zu diesen wichtigen Meilensteinen in der Weiterentwicklung der Schulterchirurgie am USB.