Unispital Basel und Claraspital: Wichtiger Meilenstein erreicht
Ein Jahr nach Ankündigung der Übernahme des Claraspitals durch das Universitätsspital Basel (USB) lässt sich eine positive Zwischenbilanz ziehen: Das USB hat allen Mitarbeitenden der St. Claraspital AG und des universitären Bauchzentrums Clarunis einen Arbeitsvertrag angeboten. Bereits 95 Prozent der knapp 1’300 Mitarbeitenden haben das Angebot angenommen.
2026-07-02, 09:30 Uhr
«Dass so viele Mitarbeitende des Claraspitals und von Clarunis unser Vertragsangebot angenommen haben, ist für uns ein wichtiges Zeichen des Vertrauens», sagt Spitaldirektor Dr. med. Rakesh Padiyath. «Wir möchten mit den ausgezeichneten Leistungen beider Häuser gemeinsam die universitäre Medizin mit dem umfassenden Angebot von Gesundheitsdienstleistungen nachhaltig weiterentwickeln. Dabei bauen wir auf die Stärken beider Häuser. Unsere Mitarbeitenden sind dafür der wichtigste Faktor», so Rakesh Padiyath.
Seit mehreren Monaten arbeiten gemischte Transformationsteams aus USB- und Claraspital-Fachleuten in einem umfangreichen Integrationsprogramm engagiert daran, das Zusammengehen der beiden Häuser Schritt für Schritt zum Erfolg zu führen. Ihr Ziel ist es, die hochwertige Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung der Region auszubauen – universitär, menschlich und nah.
Alle Mitarbeitenden des Claraspitals und von Clarunis werden per 1. Januar 2027 als neue Mitarbeitende des USB Teil des grössten Arbeitgebers im Gesundheitswesen der Region mit attraktiven Anstellungsbedingungen und vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten in der universitären Medizin.
Kompetente Teams, fokussierte Patientenpfade
Alle Kliniken und Abteilungen sind daran, die gemeinsame Zukunft in gemischten Teams zu gestalten. Sie harmonisieren schrittweise Prozesse, schaffen gemeinsam Patientenpfade und vernetzen die Mitarbeitenden über die Standorte hinweg. Die Kardiologie-Teams des Claraspitals und des USB haben beispielsweise die Zusammenarbeit bereits intensiviert. Sie tauschen sich nun wöchentlich in der Herz-Team-Konferenz aus – mit erkennbarem Gewinn für die Patientinnen und Patienten: Eine gemeinsame, zentrale Triage vereinfacht den Behandlungsweg deutlich.
«Indem wir unser Leistungsangebot integrieren und unsere Expertisen bündeln, profitieren die Patientinnen und Patienten davon, dass Spezialistinnen und Spezialisten verschiedener Disziplinen gemeinsam die beste Therapieentscheidung treffen und auf ein modernes Angebot an diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten zugreifen können», sagt Prof. Felix Mahfoud, Chefarzt Kardiologie USB.
Rechtliche Integration per 1. Januar 2027 und medizinisches Zukunftsbild
Der sogenannte Betriebsübergang der Mitarbeitenden des Claraspitals ins USB ist notwendig, weil das Claraspital rechtlich per 1. Januar 2027 ins USB integriert wird. Die heutigen Leistungsangebote der beiden Häuser werden über diesen Zeitpunkt hinaus noch weitgehend unverändert bestehen bleiben. Dabei ist das gemeinsame medizinische Zukunftsbild zentraler Wegweiser einer langfristigen Weiterentwicklung. Die Profile der heutigen Standorte Claraspital und USB werden geschärft und stehen künftig gemeinsam und gleichberechtigt für die universitäre Medizin in Basel und der Nordwestschweiz.
Das Zusammenführen der Angebote ist komplex: Es beinhaltet die Zusammenführung der IT-Systeme, das Bereitstellen der baulichen Infrastruktur ebenso wie die Vereinheitlichung des organisatorischen Aufbaus und der Behandlungspfade. «Wesentlich sind für uns dabei die Mitarbeitenden beider Häuser», erklärt Rakesh Padiyath. «Sie sollen sich begegnen und auch schon zusammenarbeiten können. Der Transformationsprozess ist ein Gemeinschaftswerk aller Mitarbeitenden». Über den weiteren Fortschritt werden die Mitarbeitenden, Patientinnen und Patienten, Zuweisende und die Öffentlichkeit laufend informiert.
Medienauskunftsstelle