Regenerative Chirurgie

Regenerative Chirurgie

Im Innovations-Fokus Regenerative Chirurgie geht es darum, die Struktur und Funktion von Geweben wiederherzustellen, die durch Verletzungen, Krankheiten oder Alterungsprozesse verloren gegangen sind. Mit innovativen Behandlungsstrategien möchten wir die Mobilität unserer Patientinnen und Patienten dauerhaft erhalten und ihre Lebensqualität erhöhen.

 

Wir züchten Gewebe und setzen innovative Techniken wie 3D-Druck und virtuelle Operationsplanung ein, um individuell auf die Patientinnen und Patienten zugeschnittene Therapien anbieten zu können. Einerseits möchten wir die klinischen Resultate, die mit heutigen Methoden möglich sind, weiter verbessern. Andererseits möchten wir aber auch Erkrankungen behandeln, die wir bisher nicht heilen können, unter anderem die Arthrose.

Zurzeit arbeiten wir zum Beispiel an der Züchtung von Knorpel, den wir zur Behandlung von Kniescheiben-Arthrosen in klinischen Studien einsetzen. Dafür gibt es noch keine allgemein anerkannte Behandlungsstrategie. Ein anderes Beispiel unserer Arbeit: Bei der Rekonstruktion von Knochen setzen wir virtuelle Operationsplanung und bildgebende Technologien ein und drucken individuell angepasste Implantate im 3D-Drucker. Da viele Menschen unter Rückenschmerzen leiden, steht auch die Regeneration von Bandscheiben mithilfe von gezüchteten Zellen im Fokus. Ein weiteres Projekt beschäftigt sich mit der Züchtung von Knochen, um fehlende Finger ersetzen zu können.

In einem neuartigen Ansatz möchten wir aus nasalen Knorpelzellen gezüchtetes knorpelähnliches Material in degenerierte (altersbedingt abgenutzte) Bandscheiben injizieren. Somit möchten wir die Funktion der Bandscheiben wiederherstellen und eine Operation und möglicherweise notwendige Versteifung der Wirbel verhindern oder hinauszögern.

 

Präklinisch zeigen sich vielversprechende Ergebnisse, die demnächst in einer klinischen Studie am Menschen getestet werden sollen.

 

Eine klinische Studie ist für ca. 2027 geplant.

Für klinische Informationen kontaktieren Sie bitte:

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Prof. Arne Mehrkens, MBA

Leitender Arzt

Spinale Chirurgie

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Grössere Knochendefekte werden normalerweise mit körpereigenem Knochen behandelt, der von anderen Körperstellen (zum Beispiel Wadenbein) entnommen wird. Bei unserem Ansatz werden Knochenersatzmaterial zusammen mit Wachstumsfaktoren und einer speziellen chirurgischen Technik unter die Haut implantiert. Dort bildet sich ein normaler Knochen, welcher dann für die Rekonstruktion verwendet werden kann.

 

Eine klinische Studie für die Rekonstruktion des Kiefers ist für 2027 geplant.

Für klinische Informationen kontaktieren sie bitte:

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PD Dr. Tarek Ismail

Leitender Arzt

Plastische, Rekonstruktive, Ästhetische u.Handchirurgie

Mikrochirurgische Rekonstruktionen, Rekonstruktive Gesichtschirurgie inkl. Gesichtslähmung

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Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Claude Jaquiéry

Leitender Arzt / Stv. Chefarzt

Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

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Patienten, die an Symbrachydaktylie leiden, haben verkürzte oder keine Finger. Um die Funktionalität der Hand wiederherzustellen oder zu erhalten, müssen diese Fingerglieder rekonstruiert werden. Derzeitige Therapieansätze verwenden oft Knochen von den Zehen, mit teilweise schweren Nebenwirkungen. Ein neuer Ansatz ist einen Knochen zur Behandlung von Symbrachydaktylie aus Fettstammzellen zu züchten. Dazu wird eine kleine Probe Fettgewebe entnommen, die Zellen vermehrt und schliesslich auf ein Gerüst aufgebracht, um einen Knorpel zu erhalten, der sich im Körper auf natürlichem Weg zu einem Knochen weiterentwickelt.

 

Eine klinische Studie ist für 2027 geplant.

 

Weitere Informationen über die Forschung finden Sie in Englisch auf der Webseite des Departementes für Biomedizin der Universität Basel.

Für klinische Informationen kontaktieren sie bitte:

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PD Dr. Alexandre Kämpfen

Leitender Arzt / Teamleiter Handchirurgie

Plastische, Rekonstruktive, Ästhetische u.Handchirurgie

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Im Bereich der rekonstruktiven und regenerativen Chirurgie bildet die individuelle Anatomie der Patientinnen und Patienten die Grundlage für unsere virtuelle 3D-Operationsplanung, innovative chirurgische Verfahren und die Herstellung patientenspezifischer Implantate. Dabei kommen moderne Hochleistungsmaterialien wie PEEK, Titan sowie resorbierbare, 3D-gedruckte Knochenersatzmaterialien zum Einsatz.

 

Das 3D Print Lab des Universitätsspitals Basel gehört zu den Vorreitern der klinischen Point-of-Care-Fertigung. Im Jahr 2023 wurde hier erstmals ein patientenspezifisches Schädelimplantat direkt im Spital hergestellt und erfolgreich implantiert. Im März 2025 folgte die erfolgreiche Herstellung und Implantation eines patientenspezifischen Kinnimplantats. Damit wurde das Spektrum auf patientenspezifische Gesichtsimplantate und Facial Onlays erweitert.

 

Die Innovationskraft des Teams wurde auf der World Expo 2025 Osaka präsentiert. Im Rahmen der MIRACLE-II-Initiative wurden dort das erste im Spital gefertigte Schädelimplantat sowie weitere Zukunftstechnologien für die Chirurgie einem internationalen Publikum vorgestellt.

 

Mit intelligenten Implantaten geht die Entwicklung einen Schritt weiter. Smarte Implantate kombinieren patientenspezifische Geometrien mit innovativen Funktionen, beispielsweise integrierter Sensorik, bioaktiven Oberflächen oder topologieoptimierten Strukturen zur Verbesserung der biomechanischen Eigenschaften. Ziel ist die schnelle, flexible und kosteneffiziente Herstellung direkt am Point-of-Care, wodurch innovative Behandlungskonzepte rascher in die klinische Anwendung überführt werden können.

 

Weitere Informationen zur Forschung finden Sie in Englisch auf der Seite des Departements für Biomedizintechnik der Universität Basel.

Für klinische Informationen kontaktieren Sie bitte:

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Prof. Dr. mult. Florian M. Thieringer, MHBA

Chefarzt

Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

Co-Leiter 3D Print Lab

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Dr. Michaela Valerie Maintz

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Wissenschaftliche Mitarbeiterin

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Knorpeldefekte und die daraus entstehenden Arthrosen sind die häufigsten Ursachen für Schmerzen und eine eingeschränkte Mobilität, die alltägliche Verrichtungen erschwert und die Lebensqualität der Betroffenen signifikant vermindert. Eine neuartige, auf körpereigenen Nasenknorpelzellen basierende Therapie könnte hier nicht nur die Symptome lindern sondern auch eine Entstehung der Arthrose und Fortschreiten der Krankheit verlangsamen oder verhindern.

 

Für die Behandlung wird den Patientinnen und Patienten unter Lokalanästhesie eine kleine Knorpelprobe aus der Nase entnommen. Die Zellen werden isoliert, vermehrt und auf eine Membran aufgebracht. Nach etwa fünf Wochen haben sich daraus zwei Knorpelgewebe von bis zu 20 cm2 entwickelt. Diese werden den Betroffenen in den Defekt implantiert, um die erkrankten Bereiche mit dem neuen Knorpel abzudecken. Nach der Operation werden weitere Nachuntersuchungen bis zu zwei Jahre postoperativ durchgeführt, bei denen der Heilungsprozess analysiert wird. 

 

Zurzeit werden folgende klinische Studien und Behandlungen am Universitätsspital Basel durchgeführt:

 

 

Für eine Teilnahme kontaktieren Sie bitte knie-team@usb.ch.

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Prof. Dr. Florian Imhoff

Leitender Arzt / TL Knie

Orthopädie und Traumatologie

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Unter einer Ausnahmebewilligung können einzelne Patienten auch mit folgenden Erkrankungen behandelt werden:

 

  • Grosse Knorpeldefekte im Kniegelenk ohne fortgeschrittene Arthrose (Defekte > 4 cm2 im Kniegelenk) 
  • Wiederkehrender symptomatischer Knorpeldefekt im Kniegelenk (nach chirurgischer Erstbehandlung mit zum Beispiel Bohrung oder Mikrofrakturierung o.a.)
  • Knorpeldefekte im Schultergelenk
  • Arthrose im Ellenbogen

 

Weitere Informationen zu den klinischen Studien und einer Teilnahme finden Sie hier.

 

Weitere Informationen zur Forschung finden Sie in Englisch auf der Seite des Departements für Biomedizin der Universität Basel.

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Prof. Ivan Martin

Forschungsgruppenleiter

DBM Tissue Engineering

Leiter Innovations-Focus Regenerative Chirurgie

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Anke Wixmerten

Stv. Leiterin GMP Facility

Departement Biomedizin

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