DISSECTION 2.0
Studieninformationsseite DISSECTION 2.0 – Schweizweite Studie, die den Stellenwert der Entfernung der Beckenlymphknoten im Rahmen der Prostataentfernung bei Prostatakrebs untersucht
In der DISSECTION 2.0-Studie wird untersucht, ob die Entfernung der Beckenlymphknoten bei einer Prostataoperation einen Vorteil für den Krankheitsverlauf hat.
Studienleiter (Coordinating Investigator)
Supporting Coordinating Investigator
Study Nurses
Kontakt
Tel. +41 61 55 654 77
E-Mail: dissection-study@usb.ch
Patientenrekrutierung
Informationen für Patienten
Ziel der Studie
In dieser Studie wird untersucht, ob sich die Entfernung der Beckenlymphknoten auf den Verlauf des Prostatakarzinoms auswirkt.
Derzeit ist unklar, ob die gleichzeitige Entfernung der Beckenlymphknoten im Rahmen der radikalen Prostatektomie einen Vorteil für den Krankheitsverlauf bietet. Ziel der Studie ist es, verlässliche Erkenntnisse über den möglichen therapeutischen Nutzen zu gewinnen. Zudem sollen auf Basis der erhobenen Daten Modelle entwickelt werden, um besser vorhersagen zu können, welche Patienten am ehesten von dem Eingriff profitieren.
Teilnahmevoraussetzungen
Eingeschlossen werden können Patienten mit neu diagnostiziertem Prostatakarzinom. Voraussetzung ist, dass keine Metastasen nachweisbar sind, eine radikale Prostatektomie vorgesehen ist und ein erhöhtes Risiko für eine Lymphknotenbeteiligung besteht.
Ablauf der Studie
Nach Studieneinschluss wird der Patient per Zufallsprinzip einer von zwei Behandlungsgruppen zugeteilt.
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Mit Entfernung der Beckenlymphknoten: Es wird eine radikale Prostatektomie mit zusätzlicher Entfernung der Beckenlymphknoten durchgeführt. Die Operation dauert etwa eine Stunde länger und ist mit einem etwas erhöhten Risiko für Komplikationen verbunden (z. B. Verletzungen von Gefässen oder Nerven sowie ein erhöhtes Narkoserisiko).
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Ohne Entfernung der Beckenlymphknoten: Es wird eine radikale Prostatektomie ohne Entfernung der Beckenlymphknoten durchgeführt. Dadurch ist die Operation etwa eine Stunde kürzer und mit einem entsprechend geringeren Risiko für Komplikationen verbunden.
Nach der Operation erfolgen regelmässige Verlaufskontrollen mit Bestimmung des PSA-Wertes im Rahmen von Routineuntersuchungen über einen Zeitraum von bis zu 15 Jahren. Bei Verdacht auf ein Rezidiv erfolgen zusätzliche Kontrollen sowie Besprechungen möglicher weiterer Behandlungen entsprechend der Standardnachsorge. Dies entspricht dem üblichen Nachsorgeschema im Rahmen Ihrer Erkrankung.
Teilnehmende Studienzentren
DISSECTION 2.0 ist eine multizentrische, nationale Studie. Das Universitätsspital Basel ist das koordinierende Zentrum.
Folgende Zentren in der Schweitz nehmen bereits an der Studie teil. Weitere Zentren folgen.
- Universitätsspital Basel
- Kantonsspital Baselland
- Stadtspital Zürich Triemli
- Kantonsspital Luzern
- Universitätsspital Zürich
- Kantonsspital Aarau
- Kantonsspital Graubünden
- Inselspital Bern
- Spitalzentrum Biel
- Hôpitaux universitaires de Genève
- Kantonsspital St. Gallen
- Centre hospitalier universitaire vaudois, Lausanne