Die Logistik ist in Birsfelden angekommen, eingerichtet und voll in Betrieb!

Zum Stichtag vom 6. Januar 2026 waren die Lagerlogistik in Birsfelden sowie die reorganisierte Intralogistik im USB-Campus längst in Vollbetrieb. Der Wechsel verlief von den Bestellern und Empfängern unbemerkt, die Verlässlichkeit der Belieferung blieb durchgängig bestehen.

2026-01-06, 10:00

Der offizielle Zeitplan sah einen Vollbetrieb in Birsfelden ab dem Dreikönigstag vor. Dieser Meilenstein war allerdings schon  früher erreicht und nahm den Druck von den Festtagen weg. Bereits seit Mitte Dezember 2025 wird in Birsfelden angeliefert, kontrolliert, kommissioniert und zeitgerecht nach Basel und an weitere Standorte ausgeliefert. Die Verlagerung des Zentral­lagers und die Umstellung der Prozesse erfolgten mit sehr viel Mehrarbeit, aber ohne Auswirkung auf die Qualität der Belieferung.

Der Übergang ist geglückt, das neue Arbeitsumfeld bewährt sich, die Schnittstellen zwischen Birsfelden und den ebenfalls neu gestalteten Abläufen der Intralogistik im USB-Campus funktionieren.

 

Moderne, leistungsfähige, zuverlässige Logistik

Wer in Birsfelden die Treppenstufen beim Eingang zurückgelegt hat, betritt eine helle, grosse, freundliche wirkende Halle – der zentrale Warenumschlagplatz der USB-Logistik. Was im Campus auf drei Etagen verteilt war, konzentriert sich nun auf einer Ebene. Das Team verfügt über deutlich mehr Fläche und Manövrierfreiheit. Zur einen Seite schliessen sechs Andockrampen mit Hebebüh­ne an, zur anderen Seite die Verbindungsstellen zum AutoStore, daneben das eine von zwei Regallagern mit insgesamt 3‘500 Palettenstellplätzen.

 

Effizienzgewinne und gesundheitlicher Nutzen

Der AutoStore dient der effizienten, platzsparenden und automatisierten Lagerung sowie Bereitstellung von Material. Damit verfügt das Logikstikcenter über eine der modernsten Lösungen in der Lagertechnik in der Spitallandschaft. Mit viel Interesse verfolgen andere Institutionen, was in Birsfelden geschieht. Die Anlage ist auf 15‘000 Behälter dimensioniert, wovon mit Beginn des Vollbetriebs zwei Drittel bestückt sind. Sie enthalten Kanülen, Pflaster, Spritzen und Einweghandschuhe, aber auch Kinderspielzeug, Babymützen und alle weiteren Kleinteile für den Spitalbetrieb. Neun funkgesteuerte Roboter organisieren das Geschehen von oben. Sie positionieren die gestapelten Behälter im Gittersystem immer wieder neu, um eine Box greifen und zu einem von drei Ports bringen zu können. Hier übernimmt der Mensch bzw. entnimmt die gewünschten Stückzahlen, kommissioniert die Bestellungen und füllt umgekehrt die Behälter wieder auf.

Die Anlage lässt sich fast intuitiv bedienen, das Eingewöhnen dauerte nur wenige Stunden. Der AutoStore erspart den 16 Mitarbeitenden und fünf Lernenden der USB-Logistik viele Kilometer zu Fuss. Eine weitere Erleichterung versprechen Exoskelette, die sich problemlos über der normalen Bekleidung tragen lassen. Drei Exemplare sind fürs Erste beschafft worden. Sie entlasten die Rückenmuskulatur und die Gelenke beim Heben und Tragen schwerer Lasten – eine Investition in die Gesundheit der Mitarbeitenden in einem physisch geprägten Beruf.

 

Neu organisierter Warenfluss im Campus-Areal

Die 48 Mitarbeitenden der Intralogistik im USB-Campus verteilen sich auf die Aufgabenbereiche des Patiententransports, der Lagerlogistik – mit Lebensmittellager, Wäschelager und Gastrologistik – sowie der Arealdistribution. Letztere hat sich durch das Projekt BIRS am stärksten verändert, neue Verantwortungsbereiche sind hinzugekommen. Die Touren aus Birsfelden treffen gemäss vorgegebenem Lieferplan in Basel ein. Sie werden via Mitteltransportanlage (MTA) zu den Stationen geführt. Zudem gilt es Durchlaufartikel zu sortieren und über die Förderbänder der Spontantransportanlage (STA) zu versenden und manuell auszuteilen. Als neue Kompetenz kümmert sich das Team um Retouren, um den Gebinderückschub und um Büromaterial, Geräte, Grossgeräte und andere grossvolumige Spezialsendungen, die weiterhin direkt zum Campus gelangen. Neben dem Logistikcenter BIRS gehört die Stationslogistik zu den relevantesten Schnittstellen des internen Warenflusses. Die Transformation ist gut gelungen, die Prozesse und die Zusammenarbeiten laufen wie gewünscht und werden laufend mittels des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) optimiert.

«Der Umzug und die Umstellung waren eine tolle Teamleistung, alle haben sich ins Zeug gelegt. Wir konnten unseren internen Ziele umsetzen und bereits im Dezember in Vollbetrieb gehen. Nach einem halben Jahr Feriensperre war es mir wichtig, dass das Team den ersten Weihnachtstag mit der Familie statt am Arbeitsplatz verbringen kann. Ich bin mega happy – herzlichen Dank!»
Marc Leutwyler, Leiter Logistikcenter BIRS
Marc Leutwyler, Leiter Logistikcenter BIRS

Marc Leutwyler, Leiter Logistikcenter BIRS

«In der Übergangsphase hatten wir extrem viel zu tun. Das ändert sich, wenn das Lager in Basel abgebaut ist. Hier haben wir mehr Platz und eine andere Arbeitstechnik, wir legen weniger Schritte zurück. Der AutoStore und auch das Tageslicht führen dazu, dass ich abends deutlich weniger müde bin. Auch das Exoskelett werde ich bald einmal ausprobieren.»
Alessia Gullone, Logistikerin in Ausbildung
Alessia Gullone, Logistikerin in Ausbildung

Alessia Gullone, Logistikerin in Ausbildung

«Ich habe mich sehr gut eingelebt und mich rasch an die neuen Abläufe gewöhnt. Als Lehrling mit so einer hochmodernen Technik arbeiten zu können, das ist schon cool. Ich bin fasziniert. Wir bekommen jetzt auch etwas von der Aussenwelt mit. Man sieht die Morgendämmerung und wenn die Sonne scheint. Das macht einen grossen Unterschied.»
Sefet Sinani, Logistiker in Ausbildung
Sefet Sinani, Logistiker in Ausbildung

Sefet Sinani, Logistiker in Ausbildung

«Was wir hier realisiert haben, macht Freude und gluschtig auf alles Weitere – jetzt passen die räumlichen Verhältnisse zur Qualität unserer Logistik-Prozesse.»
Susanne Waech, Gesamtprojektleiterin
Susanne Waech, Gesamtprojektleiterin

Susanne Waech, Gesamtprojektleiterin

«Wir haben im Campus neue Aufgaben und Verantwortung übernommen. In der Phase der Transformation ging es um Wissenstransfer, um das Einhalten eines gemeinsamen Terminplans und um das Aufrechterhalten des Betriebs. Das ist gut gelungen. Die Verlagerung des Zentrallagers nach Birsfelden war für das USB ein sinnvoller, wichtiger, zielführender Entwicklungsschritt.»
Cyril Wegmüller, Leiter Intralogistik
Cyril Wegmüller, Leiter Intralogistik

Cyril Wegmüller, Leiter Intralogistik