SNF-Förderung für innovatives Forschungsprojekt zu digitalen Zwillingen bei Kindern mit kraniofazialen Fehlbildungen
Die Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsspitals Basel (MKG) freut sich über einen bedeutenden Forschungserfolg: Das Projekt «AI-Driven Modeling, Rendering, and Clinical Evaluation of Pediatric Craniofacial Pathology and Development» wurde vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) zur Förderung ausgewählt.
2026-06-03, 10:00
Das interdisziplinäre Projekt wird von Prof. Andreas A. Müller (MKG) und PD Dr. Benito Benitez (MKG) gemeinsam mit Prof. Barbara Solenthaler vom Department of Computer Science der ETH Zürich durchgeführt. Für die kommenden vier Jahre erhält das Forschungsvorhaben eine Förderung von insgesamt 1,3 Millionen Schweizer Franken. Die Bewilligung ist besonders bemerkenswert, da lediglich 14 von 75 eingereichten Projekten gefördert wurden.
Die Förderung baut auf einer erfolgreichen Zusammenarbeit auf, die in den vergangenen fünf Jahren durch gemeinsame SNF- und BRCCH-Projekte etabliert wurde. Die Forschungsgruppe Facial and Cranial Anomalies, angesiedelt am Department of Biomedical Engineering und am Department Klinische Forschung der Universität Basel, setzt damit ihre Arbeit an der Schnittstelle von Medizin, künstlicher Intelligenz und computergestützter Modellierung fort.
Ziel des Projekts ist die Entwicklung patientenspezifischer digitaler Zwillinge für Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und anderen kraniofazialen Fehlbildungen. Mithilfe künstlicher Intelligenz werden medizinische Bilddaten, 3D-Scans und Fotografien zu virtuellen 3D-Modellen von Gesicht, Gaumen und Schädel zusammengeführt.
Die Modelle sollen künftig die Diagnostik, Operationsplanung und langfristige Beurteilung von Behandlungsergebnissen unterstützen. Langfristig könnte die Technologie dazu beitragen, klinische Entscheidungen zu verbessern, belastende Untersuchungen zu reduzieren und die Versorgung von Kindern mit kraniofazialen Fehlbildungen weiter zu individualisieren.
Wir gratulieren Prof. Andreas Müller, PD Dr. Benito Benitez sowie allen beteiligten Forschenden herzlich zu diesem herausragenden Erfolg.