Fort- und Weiterbildung
Dienstagmittag-Fortbildung
Jeweils Dienstag von 12.30 bis 13.30 Uhr vor Ort im kleinen Hörsaal ZLF, oder im Online-Format – Buchung hier über die Website.
Fortbildungs-Credits: SAPPM, SGPP, SGAM und SGIM je 1 Punkt
Die Vortragspräsentationen stehen im Allgemeinen kurz nach den Vorträgen zur Verfügung (gewünschten Vortrag im Archiv wählen).
Kommende Dienstagmittags-Fortbildungen
27.01.2026 Paradigmenwechsel in Verständnis und Psychotherapie chronischer Schmerzen
Hybrid-Veranstaltung
Registrierungslink: https://events.teams.microsoft.com/event/71cf2157-6943-42bb-818c-9c2117c2cdd0@638ca218-3ea7-4165-9747-6b8fc4ae197e
Ausgehend von der neuen Klassifikation chronischer Schmerzen in der ICD-11 (MG30) bietet der Vortrag eine Einführung in die Neurobiologie der zentralen Schmerzperzeption bei chronischen primären Schmerzen und daraus abgeleiteter Mechanismen für die schmerztherapeutische ebenso wie die psychotherapeutische Praxis. Ausgangspunkt ist das Gehirn als aktives Organ, das zur Optimierung des Energiebedarfs mit Hilfe vorausgegangener Lernprozesse mit Erwartungen arbeitet („predictive processing“) und dabei auch Fehler macht. Bei deren Korrektur kann Psychotherapie einen wesentlichen Beitrag zu Schmerzfreiheit leisten. Es wird ein neurobiologisch fundierter bio-psycho-sozialer Ansatz für eine personalisierte Therapie skizziert: neurobiologisch fundierte Schmerzedukation, imaginative Mindfulness-Übungen zur Veränderung des kontextuellen Gefahrerlebens, interaktionelle (Gruppen-)Psychotherapie zur Veränderung von Vermeidungsstrategien im Umgang mit den psychischen Grundbedürfnissen, Entspannungsverfahren sowie „aerobic exercise“.
Literaturhinweise
Egle, U.T.; Heim, C.; Strauß, B. & von Känel, R. (Hrsg.) Psychosomatik. Neurobiologisch fundiert und evidenzbasiert. Ein Hand- und Lehrbuch. (2. Aufl.), Stuttgart: Kohlhammer 2024.
Egle, U.T. & Egloff N. Grundlagen einer neurobiologisch fundierten Schmerzpsychotherapie. Psychotherapie im Dialog 25: 37-42, 2024.
Egloff N., Egle U.T. Psychosomatische Schmerztherapie. Die Psychotherapie 2025; doi.org/10.1007/s00278-025-00781-6.
Klinger, D.Ch. & Egle, U.T. Chronische Schmerzen verstehen und behandeln. Stuttgart: Kohlhammer 2023.
Archiv Dienstagmittags-Fortbildungen
Weiterbildungskurs in Psychosomatischer und Psychosozialer Medizin
AUSGEBUCHT
DER KURS 2024 - 2026 IST LEIDER BEREITS AUSGEBUCHT, Sie können sich gerne auf die Warteliste 2026 - 2028 nehmen lassen.
Ziel dieses zweijährigen Kurses ist der Erwerb einer besonderen Kompetenz im Erkennen und Behandeln psychosomatischer und psychosozialer Störungen und Erkrankungen. Der Kurs entspricht dem von der FMH anerkannten Interdisziplinären Schwerpunkt Psychosomatische und Psychosoziale Medizin (SAPPM). Selbsterfahrung wird nicht innerhalb des Fortbildungsprogrammes angeboten.
Der Weiterbildungskurs besteht aus 8 Tageskursen (Gesamtgruppe) und ca. 12-16 Supervisionen in Kleingruppen pro Jahr. Zusätzlich wird ein Entspannungsverfahren vermittelt und die Möglichkeit geboten, psychosomatische Praxismodelle kennen zu lernen. Grundlagen des Kurses werden im Artikel "Was bedeutet Psychosomatik in der Allgemeinpraxis?" vorgestellt.
Der nächste Kurs beginnt voraussichtlich im Herbst 2024. Um auf die Interessenten-Liste zu kommen, melden Sie sich bitte beim Kurssekretariat.